Unsere Mitgeschöpfe, Tiere und Pflanzen

Wir Menschen leben seit tausenden von Jahren auf unserer Erde, eingebettet in die Kreisläufe der Natur. Doch zum ersten Mal in der langen Geschichte der Menschheit haben wir es tatsächlich geschafft, unseren Planeten aufgrund von Industrialisierung, Ausbeutung der Bodenschätze, Globalisierung, Überbevölkerung und eines unersättlichen Konsumverhaltens, dass sich das Klima in einem bedenklichen Ausmaß wandelt, dass wir Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich ausrotten und dass unser Heimatplanet in einen bedenklichen Zustand geraten ist! Längst haben wir mit Massentierhaltung und Pflanzenüberzüchtung das für unsere Mitgeschöpfe erträgliche Maß überschritten und sind bereits mit den beängstigenden Auswirkungen unseres Tuns konfrontiert! Die Grausamkeit, Lebewesen als Industrieprodukte herabzuwürdigen und in Tonnen zu berechnen, zeugt davon, wie unendlich weit wir uns von einem verantwortungsvollen Verhalten gegenüber unseren Mitgeschöpfen entfernt haben! Massentierhaltung, Fließbandtötung, Kükenvergasung, Wildtierentnahme, Überfischung! Fast in jedem Stück Fleisch oder Fisch auf unserem Teller steckt mittlerweile unermessliches Leid! Doch die so wichtigen Ursachen und Zusammenhänge werden von den Konsumenten ferngehalten und es interessiert auch die Meisten nicht!

Hildegard schreibt: „Alle Geschöpfe, die Gott in der Höhe und in der Tiefe geschaffen hat, hat Er dem Menschen zum Nutzen gegeben. Wenn dieser sie durch verkehrtes Handeln zerstört, so läßt das Gericht Gottes sie zur Strafe über ihn kommen. Und wenn auch die Geschöpfe dem Menschen seinen leiblichen Bedürfnissen beistehen, so muss man genauso einsehen, dass sie auch das Heil seiner Seele betreffen.“ Liber divinorum operum, erster Teil, dritte Vision

Man muss tatsächlich nicht täglich oder sogar mehrmals täglich Tierisches essen! Abgesehen von dem Leid, das wir verursachen, „ernten“ wir all die Volkskrankheiten, die daraus in Folge entstehen, und die wiederum schulmedizinisch mit hohem Kostenaufwand behandelt werden!

Hildegard schreibt: „Wenn der Mensch übermäßig Fleisch und andere Speisen mit übermäßig Fett oder anderes Essen, das übermäßig bluthaltig ist, verzehrt, wird davon eher krank als gesund, weil diese übermäßigen fettigen Speisen wegen der zu großen und schlüpfrigen Feuchtigkeit, die in ihnen ist, nicht bis zur richtigen und gesunden Verdauung im Magen des Menschen bleiben können.“ Causae et Curae, II. Buch (315)

Das Gleiche gilt für die Pflanzen: Massenanbau und Monokulturen in der Landwirtschaft, Massenproduktion bei den Blumen, Wegwerfpflanzen, die nur noch eine Daseinsberechtigung während ihrer Blütezeit haben dürfen, Nutzpflanzen, die total überzüchtet sind und gentechnisch verändert werden und mit Giften verseucht in unserer Nahrungskette landen . . .

Hildegard schreibt: „Gott hat zur Ehre Seines Namens die Welt aus den Elementen zusammengefügt. Er hat sie mit den Winden verstärkt, mit den Sternen verknüpft und erleuchtet und auch mit den übrigen Geschöpfen erfüllt. In ihr hat er den Menschen mit all diesen umgeben und ausgerüstet und ihn mit größter Kraft durchströmt, damit die gesamte Schöpfung ihm zu allem beistehe und an seinen Werken teilhabe, sodass er  M I T  ihn wirkt.“  Liber divinorum operum, erster Teil, zweite Vision

Hier liegt die Betonung auf MIT ihnen, also mit den Geschöpfen, nicht gegen sie. Gott hat uns die Schöpfung in die Verantwortung übergegeben, jedem Einzelnen von uns!

Das Ergebnis jahrzehntelanger praktizierter Ignoranz und Bequemlichkeit ist nun massiv spürbar, wie wir u. a. an Corona erkennen können! Es handelt sich hierbei um  eine sog. Zoonose; das sind Krankheiten, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden!

Quelle WWF Blog: Es gibt immer mehr Menschen auf der Welt, die dazu immer häufiger in Metropolen, also auf engem Raum leben. Zudem fliegen Menschen in Zeiten der Globalisierung um die halbe Erdkugel und handeln täglich mit Tieren und tierischen Produkten, welche sie weltweit verschiffen. Das führt dazu, dass sich Erreger einfacher und schneller ausbreiten können. Insbesondere durch den Wildtierhandel wird ein Überschwappen von Viren von Wildtieren auf Menschen ermöglicht.

Wir müssen möglichst zeitnah umdenken, umkehren, die innere Einstellung ändern und als VERANTWORTLICHE in der Achtsamkeit, Bewunderung und Fürsorge für Gottes Schöpfung handeln!!!

8 Ideen was Jede/r tun kann:

  1. Abkehr vom Massenkonsum
  2. Hintergrundwissen über die Produkte einholen, empfohlene Biolabels bevorzugen
  3. Mäßigung im Verbrauch von Tier und Pflanze. Ein Fleischgericht pro Woche genügt!
  4. KbA und KbT BioAnbau und BioHaltung sind die naturgemäßesten Möglichkeiten um uns im Einklang mit unserer Natur zu versorgen!
  5. Regionalprodukte oder aus Deutschland/Europa bevorzugen! Keine weiten Transportwege, z. B. keine Weintrauben im Frühling aus Südafrika! Auch werden Tiere immer noch tausende von Kilometern unter unwürdigen Bedingungen zu den Schlachthöfen transportiert!
  6. Fisch und Fleisch sollten aus artgerechter Tierhaltung stammen, die es unseren Mitgeschöpfen immerhin ermöglicht, ihr ohnehin verkürztes Dasein lebenswert verbringen zu dürfen!
  7. Saisonalen Obst- und Gemüsesorten ist unbedingt der Vorzug zu geben!
  8. Weniger + Bio hochwertiger = verantwortungsvoller + gesünder

Hildegard schreibt: „Denn es gibt kein Geschöpf, das nicht irgendeinen Strahl hätte; sei es die Grünkraft oder Samen oder Blüten oder Schönheit; sonst wäre es kein Geschöpf.“ Liber divinorum operum, erster Teil, vierte Vision